Pflegestatistik 2005 veröffentlicht

15.03.2007

Nach der aktuellen Pflegestatistik des Statistischen Bundesamtes waren Ende 2005 in der höchsten Pflegeklasse (III) für vollstationäre Pflege und Unterbringung im Mittel monatlich 2.706 Euro an das Pflegeheim zu entrichten. In der Pflegeklasse II betrug der durchschnittliche monatliche Vergütungssatz 2.280 Euro und in der Pflege­klasse I 1.854 Euro.

Die Vergütung der Heime ist in allen neuen Ländern unterdurch­schnittlich: Die geringste Vergütung für Pflege, Unterkunft und Verpflegung in der Pflegeklasse III errechnet sich für Sachsen und Sachsen-Anhalt mit monatlich 2.250 Euro.

Die höchsten Heimkosten in der Pflegeklasse III sind in Nordrhein-Westfalen (3.101 Euro) und Hamburg (3.010 Euro) zu entrichten. Die monatliche Vergütung für Pflege­heime wird seit 1999 alle zwei Jahre ermittelt. Die aktuellen Daten wurden zum Stichtag 15. Dezember 2005 erhoben und berechnen sich einheitlich aus 30,4 Tagessätzen.

Betrachtet man diese Zahlen, erkennt man sofort, dass die meisten Pflegebedürftigen trotz Pflegeversicherung und Rente nicht in der Lage sind, diese Kosten selbst zu tragen. Die ungedeckten Kosten trägt zuerst die Sozialhilfe – doch die Sozialämter versuchen natürlich, dieses Geld bei den Kindern der Pflegebedürftigen zurückzuholen. Das Thema Elternunterhalt wird also in den nächsten Tagen zunehmend brisanter.

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